Gitarrentypen

Inbegriff der Gitarre war lange Zeit die Bauform der ‚klassischen‘ Gitarre. Und würde man jemanden bitten eine Gitarre zu skizzieren, hätte sie wahrscheinlich auch heute noch die ‚typische‘ Form mit einer ausgeprägten Taille, zwei runden Schultern und einen etwas rundlicheren Unterleib.

Schaut man aber Gitarrenzeitschriften durch, dann sieht man mehr Gitarren anderer Bauformen als den ‚klassischen‘ Typ. Von den 148 Gitarrenfotos, die man auf den ersten 50 Seiten der Zeitschrift Akustik Gitarre 1/13 sieht, sind lediglich 14 Gitarren vom ‚klassischen‘ Typ, also nicht ganz 10%! 37 ‚Dreadnought‘ Gitarren sind zu sehen, landläufig als ‚Western Gitarre‘ bezeichnet (25%). Ebenso oft findet man die wuchtigen ‚Grand Auditorium‘ mit Cut-off (25%).

All diese, mit Stahlsaiten besaiteten Gitarrentypen, bezeichnet man oft zusammenfassend als „Akustik-Gitarren“ (Acoustic guitars), obwohl natürlich gerade Nylon besaitete Gitarren akustische Gitarren sind und nicht so häufig mit einem Tonabnehmersystem ausgestattet sind wie sogenannte „Akustik-Gitarren“.

Auch eine ‚Barock-Gitarre‘ ist auf dem Schoß von Sting in der oben erwähnten Zeitschrift zu sehen (S. 8).

Mit der historischen Rundbrille sieht man im Rückblick auf die Jahrzehnte eine andere Verteilung der Gitarren auf die Gitarrentypen.