{"id":782,"date":"2023-12-19T11:07:19","date_gmt":"2023-12-19T11:07:19","guid":{"rendered":"https:\/\/wilke-gitarrenlabor.de\/?page_id=782"},"modified":"2023-12-21T21:25:17","modified_gmt":"2023-12-21T21:25:17","slug":"ueber-mich","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wilke-gitarrenlabor.de\/?page_id=782","title":{"rendered":"\u00dcber mich"},"content":{"rendered":"\n<p>Wie kommt ein Mensch auf die Idee Gitarren zu bauen? Warum lernt der dann nicht das Zupfinstrumentemachen von der Pike auf? Wieso glaubt der, er k\u00f6nne das?<\/p>\n\n\n\n<p>In Stichworten: Mit 14 Jahren Technischer Zeichner gelernt und die Gitarre mit &#8222;House of the rising sun&#8220; entdeckt. Berufsaufbauschule\/Fachoberschule besucht, Maschinenbau studiert, Psychologie studiert, als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Fraunhofer Institut f\u00fcr Arbeitswirtschaft und Organisation gearbeitet, Rentner geworden: Endlich Gitarren bauen&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer die Geschichte in Langform lesen will: Bitte sch\u00f6n:<\/p>\n\n\n\n<p>Es gab einmal eine Zeit, da haben &#8222;Volkssch\u00fcler&#8220; sich im zarten Alter von 13 Jahren um eine Lehrstelle bem\u00fcht. Ich habe mich bei zwei Unternehmen beworben, bei der AEG als Elektriker, weil das modern war, und bei Krupp als Technischer Zeichner, weil ich gut in Zeichnen und Werken war. Man sieht: Ahnungslos, was die Berufsinhalte angeht. Krupp war schneller und so wurde ich Technischer Zeichner. <\/p>\n\n\n\n<p>Wie bei Konzernen \u00fcblich, hatte auch Krupp ein nettes Erholungsheim, in dem Auszubildende \u00fcber vierzehn Tage kostenlos verw\u00f6hnt wurden, in unserem Fall in Winterberg, im Sauerland. Einer aus der Gruppe der etwa 50 Technischen Zeichner Auszubildenden konnte &#8222;House of the rising sun&#8220; auf der Gitarre spielen! Das Lied und der Klang des Instruments waren eine Erleuchtung und der Wunsch, auch Gitarre spielen zu k\u00f6nnen und bauen zu k\u00f6nnen war tief eingepflanzt!<\/p>\n\n\n\n<p>Mit etwa 17 Jahren habe ich mir dann meine erste, gebrauchte Gitarre gekauft und sie etwas versch\u00f6nert&#8230;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1196\" height=\"1180\" src=\"https:\/\/wilke-gitarrenlabor.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Bild2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-787\" style=\"width:365px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/wilke-gitarrenlabor.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Bild2.jpg 1196w, https:\/\/wilke-gitarrenlabor.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Bild2-100x100.jpg 100w, https:\/\/wilke-gitarrenlabor.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Bild2-300x296.jpg 300w, https:\/\/wilke-gitarrenlabor.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Bild2-150x148.jpg 150w, https:\/\/wilke-gitarrenlabor.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Bild2-768x758.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1196px) 100vw, 1196px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>&#8230;aber nicht verbessert: Die Saitenlage war viel zu hoch, so dass sie sehr schwer bespielbar war und meine Spielfortschritte begrenzt blieben, was mich aber nicht entmutigt hat!<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der an die Ausbildung anschlie\u00dfenden Zeit auf der Berufsaufbau-\/Fachhochschule, habe ich in den Ferien in D\u00fcsseldorf gejobt und mir dort meine erste neue Gitarre gekauft, eine einfache Yamaha G &#8211; 50A Konzertgitarre, die damals in Japan gebaut wurde, und die deutlich leichter spielbar war. Leonard  Cohen war zu der Zeit recht popul\u00e4r und so habe ich die Songs, mit Hilfe der Tabulaturen aus den Songb\u00fcchern, rauf und runter gespielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Gitarren zu bauen kam mir im zweiten Semester meines Maschinenbaustudiums an der Fachhochschule Aachen in den Sinn, weil ich das Studium als Abitur-Ersatz betrachtet hatte und mir  \u00fcberlegt habe, was ich danach machen w\u00fcrde. Die Alternativen waren ein Psychologie Studium oder eine Ausbildung zum Zupfinstrumentenmacher. Ich habe mich gegen die Ausbildung zum Zupfinstrumentenmacher entschieden, weil ich nicht in der Gitarrenindustrie arbeiten wollte und mir ein eintr\u00e4gliche, selbst\u00e4ndige Arbeit  schwierig erschien. Also habe ich Psychologie an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen studiert, mit dem Abschluss beim Fraunhofer Institut f\u00fcr Arbeitswirtschaft und Organisation als wissenschaftlicher Mitarbeiter gearbeitet und mir den Gitarrenbau f\u00fcr die Zeit danach vorgenommen, also jetzt! <\/p>\n\n\n\n<p>Zwischendrin hatte ich nat\u00fcrlich schon etliche Menschen kennengelernt, die besser Gitarrespielen konnten als ich, was mich motiviert hat, dran zu bleiben, aber eine B\u00fchnenkarriere verhindert hat. Meine Unzul\u00e4nglichkeiten im Gitarrespielen haben vielleicht deshalb dazu gef\u00fchrt, mir Gedanken zu machen, wie durch die Konstruktion von Gitarren das Spielen erleichtert werden kann, was Anf\u00e4ngerinnen und Anf\u00e4ngern helfen w\u00fcrde, fr\u00fch und h\u00e4ufiger gute Kl\u00e4nge zu erzeugen, aber auch erfahrenen Spielerinnen und Spielern zu Gute k\u00e4me.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Interesse gilt also Innovationen im Gitarrenbau, Dinge in Frage zu stellen, die man einfach so baut, weil das schon seit langer Zeit so gebaut wird. Andererseits interessiert mich der historische Gitarrenbau, weil andere Bauformen andere Kl\u00e4nge hervorbringen und eine Vielfalt der musikalischen Gestaltung von Gitarrenmusik erm\u00f6glichen. Auch historische Bauformen d\u00fcrfen neuartige Merkmale haben!<\/p>\n\n\n\n<p>Die schmuckvolle Gestaltung historischer Instrumente motiviert mich, den wertsch\u00e4tzenden und liebevollen Umgang mit Musikinstrumenten und Musik in Instrumente einzubauen und sie h\u00fcbscher zu machen, als f\u00fcr den Klang n\u00f6tig.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie kommt ein Mensch auf die Idee Gitarren zu bauen? Warum lernt der dann nicht das Zupfinstrumentemachen von der Pike auf? Wieso glaubt der, er k\u00f6nne das? In Stichworten: Mit 14 Jahren Technischer Zeichner gelernt und die Gitarre mit &#8222;House of the rising sun&#8220; entdeckt. 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