{"id":359,"date":"2021-03-31T15:28:15","date_gmt":"2021-03-31T15:28:15","guid":{"rendered":"https:\/\/wilke-gitarrenlabor.de\/?page_id=359"},"modified":"2023-11-09T15:58:58","modified_gmt":"2023-11-09T15:58:58","slug":"klang-der-gitarre","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wilke-gitarrenlabor.de\/?page_id=359","title":{"rendered":"Klang der Gitarre"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Klang der Gitarre \u00fcber Saitenvergleiche:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im folgenden Beispiel ist nur eine E6 <strong>Stahlsaite<\/strong> (geschliffen) auf meine Sigma Gitarre (\u2026) aufgezogen. Da keine anderen Saiten aufgezogen sind, m\u00fcssen alle zu h\u00f6renden Frequenzen und auch die Frequenzverteilung ein Ergebnis dieser einen angeh\u00e4mmerten E6 Saite und der Gitarre in einer bestimmten r\u00e4umlichen Umgebung sein.<\/p>\n\n\n\n<p>(Grafik wir noch eingesetzt)<\/p>\n\n\n\n<p>In dem n\u00e4chsten, unten wiedergegebenen Beispiel ist nur eine E6 Nylonsaite auf dieselbe Sigma Gitarre (\u00a0\u00a0 ) aufgezogen. Da wiederum keine anderen Saiten aufgezogen sind, m\u00fcssen alle zu h\u00f6renden Frequenzen und auch die Frequenzverteilung ein Ergebnis dieser einen angeh\u00e4mmerten E6 Nylon Saite und der Gitarre in der gleichen r\u00e4umlichen Umgebung sein.<\/p>\n\n\n\n<p>(Grafik wir noch eingesetzt)<\/p>\n\n\n\n<p>Der Klang setzt sich zusammen aus Effekten, die von der Saite herr\u00fchren, dem Anh\u00e4mmern und Effekten der Gitarre, genauer: Den Resonanzen aller Gitarrenteile.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterschiede im Klang aller zu h\u00f6renden (aufgenommenen) Frequenzen und den zugeh\u00f6rigen Frequenzverteilungen m\u00fcssen eine Folge der unterschiedlichen Saiten sein, da die Gitarre die gleiche ist und jeweils nur eine E6 Saite aufgezogen war, die Umgebung die gleiche war und die Saiten definiert mit einem Schwingh\u00e4mmerchen angeschlagen wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Klang der Gitarre w\u00e4re jedes Mal gleich, wenn sie gleich angeregt w\u00fcrde. Unterschiede im Klang aller (aufgenommenen) zu h\u00f6renden Frequenzen und den zugeh\u00f6rigen Frequenzverteilungen m\u00fcssen eine Folge unterschiedlicher Anregung durch die Saite sein, die die unterschiedlichen Resonanzen der Gitarre unterschiedlich stark anregen. Dennoch hat die Gitarre aufgrund ihrer Konstruktion bestimmte Resonanzfrequenzen, die entsprechend der Bedeutung von <em>Resonanz<\/em> leichter und st\u00e4rker angeregt werden k\u00f6nnen als andere und die somit kennzeichnend sind f\u00fcr die Gitarre, unabh\u00e4ngig von den aufgespannten Saiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Kernparadigma der klassischen Testtheorie lautet: Jeder Messwert besteht aus dem wahren Wert und einem Messfehler. Der Messfehler entsteht zuf\u00e4llig und ist gleichm\u00e4\u00dfig \u2013 normal \u2013 verteilt um den wahren Wert. Einmal wird dadurch ein zu gro\u00dfer Wert gemessen, ein anderes Mal ein zu kleiner. F\u00fchrt man die gleiche Messung z.B. hundert Mal durch und addiert alle Werte und teilt das Ergebnis durch 100, dann erh\u00e4lt man entsprechend der klassischen Testtheorie einen Messwert, der dem wahren Wert sehr nahekommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Jede Gitarre hat aus dieser Perspektive ein \u201ewahres\u201c Resonanzverhalten, das durch unterschiedliche Besaitungen \u00fcberlagert wird, die unterschiedlich stark bestimmte Resonanzen st\u00e4rker anregen. Betrachtet man die Saiten als zuf\u00e4llige St\u00f6rung der Messung der Gitarren Resonanzen, wobei mal die h\u00f6heren Resonanzen st\u00e4rker angeregt werden und ein anderes Mal die tieferen, dann sollten sich die Saiteneinfl\u00fcsse auf die der Gitarre eigenen Resonanzen ebenfalls herausmitteln, wenn man 100 unterschiedliche E6 Saiten aufziehen w\u00fcrde und alle Kl\u00e4nge mit ihren Frequenzverteilungen \u00fcbereinanderlegen w\u00fcrde und durch 100 teilt.<\/p>\n\n\n\n<p>Anders herum: W\u00fcrde man 100 Messungen mit der gleichen Saite machen und die Messwerte durch einhundert teilen, dann bek\u00e4me man die Frequenzverteilung des Systems, bestehend aus der einen Saite und der Gitarre. Der allgemeinen Testtheorie entsprechend h\u00e4tte man dann aber einen sytematischen und keinen zuf\u00e4lligen Fehler. <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Spielpraxis ist dies der Hintergrund f\u00fcr die M\u00f6glichkeit der Klanggestaltung des Systems Gitarre\/Saite durch die Wahl verschiedener Saiten, mit hoher Spannung, niedriger Spannung, mit Carbon, Darmsaiten, usw. Verbunden ist die Saitenwahl mit dem Risiko, dass die Intonation um so schlechter wird, je mehr die Saitenspannung von der Spannung abweicht, auf die die Gitarre optimal eingestellt war.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00fcrde man die gleiche Saite auf 100 unterschiedliche Gitarren aufziehen und die Kl\u00e4nge und Frequenzverteilungen \u00fcbereinanderlegen, dann sollte die gemittelte Frequenzverteilung die untersuchte Saite kennzeichnen und unterschiedliche Saiten sollten unterschiedliche Frequenzverteilungen zeigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klang der Gitarre \u00fcber Saitenvergleiche: Im folgenden Beispiel ist nur eine E6 Stahlsaite (geschliffen) auf meine Sigma Gitarre (\u2026) aufgezogen. Da keine anderen Saiten aufgezogen sind, m\u00fcssen alle zu h\u00f6renden Frequenzen und auch die Frequenzverteilung ein Ergebnis dieser einen angeh\u00e4mmerten E6 Saite und der Gitarre in einer bestimmten r\u00e4umlichen Umgebung sein. 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